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Digitales Archivnetzwerk oberrheinischer Kulturgüter - DANOK

 

In zeitlicher Nähe zum 50-jährigen Jubiläum der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg gab das das Programm "INTERREG IIIA" der Europäischen Union kofinanzierte DANOK-Projekt den Anstoß sich systematisch auch mit den Tonaufzeichnungen aus  50 Jahren Akademiearbeit zu befassen.

 

Der Bestand

 

Im Zusammenhang mit den ersten Vorüberlegungen zum Jubiläumsjahr der Akademie 2006 wurde der Bestand an Tondokumenten, der über die Jahre seit Bestehen der Einrichtung zusammengekommen war, neu entdeckt. Anstehende Sanierungsmaßnahmen am Akademiegebäude hatten einige Jahre zuvor die Frage aufkommen lassen, was mit dem Material geschehen sollte: Wegwerfen oder auslagern? Zum Glück wurden die Dokumente damals mit Unterstützung des Erzbischöflichen Archivs (EAF) ausgelagert und sind somit erhalten geblieben. Auf diese Weise konnte nun dieses Audiodatenmaterial vom archivisch zuständigen EAF in das DANOK-Projekt eingebracht werden.

 

Das Erzbischöfliche Archiv Freiburg

 

Das EAF als Teil des Erzbischöflichen Ordinariats, also der zentralen Verwaltung der Erzdiözese Freiburg, hat den vom universalen und partikularen Kirchenrecht festgeschriebenen Auftrag, das Wirken der Kirche zu dokumentieren sowie ihrer Verwaltung und der Erforschung ihrer Geschichte zu dienen.

Aus diesem Auftrag leiten sich die konkreten Aufgaben des EAF ab: Es ist Endarchiv für das Erzb. Ordinariat und seine nachgeordneten Einrichtungen, bildet also gewissermaßen das historische Gedächtnis des Erzbistums. Zugleich ist es historisches Archiv für die Vorgängerbistümer (Konstanz, Straßburg, Speyer, Worms, Mainz, Würzburg) des 1821/27 errichteten Erzbistums Freiburg – soweit sie Gebietsteile dazu beigesteuert haben – und verwahrt wesentliche Teile ihrer archivischen Bestände.

Weiterhin ist das EAF zuständig für die Beratung des Erzb. Ordinariats und der nachgeordneten Einrichtungen in allen Fragen der Schriftgutverwaltung sowie für die fachliche Betreuung der über 1.200 Pfarr-, Dekanats- und sonstigen Archive der Erzdiö­zese Freiburg.

Der territoriale Zuständigkeitsbereich des EAF umfaßt mit den ehemaligen Ländern Baden und Hohenzollern den gesamten deutschen Teil der Hoch- und Oberrheinregion zwischen Konstanz, Basel und Mannheim.

 

Die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg als vom EAF archivisch betreute Einrichtung

 

Die vorliegenden Aufzeichnungen aus den Jahren seit 1956 spiegeln die Arbeit der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg wider. In ihren Veranstaltungen greift diese unterschiedlichste Themen aus Gesellschaft und Kirche auf und bietet so allen Interessierten die Möglichkeit, diese auf der Grundlage fundierter Informationen interdisziplinär zu diskutieren. Schwerpunkte des Themenspektrums liegen auf den Gebieten Theologie, Kirche, Religionen, Ethik, Politik, Soziales, Nachhaltigkeit, Geschichte, Kunst und Kultur. Anliegen der Akademie ist es, Kultur und Gesellschaft in verantworteter Zeitgenossenschaft mitzugestalten und christliche Handlungs- und Hoffnungsperspektiven in den gesellschaftlichen Prozess einzubringen.

 

Dabei ist der Bezug zur Oberrheinregion nicht nur dadurch gegeben, daß die Katholische Akademie eine Einrichtung der Erzdiözese Freiburg ist und ihren Sitz in der Stadt Freiburg hat, sondern die regionale Verortung der KA spielt auch in der Themenauswahl der Veranstaltungen eine bedeutsame Rolle. Die traditionell gute, länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen den oberrheinischen katholischen Bistümern Basel, Freiburg und Straßburg hat dabei auch immer wieder ihren Niederschlag gefunden.

 

Dem Auftrag der Katholischen Akademie entsprechend waren in den vergangenen annähernd fünf Jahrzehnten zahlreiche hochrangige Vertreter des religiösen, gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens in Freiburg zu Gast, als Referenten, Gesprächspartner oder Veranstaltungsteilnehmer.

 

Da praktisch von Anfang an nahezu alle Veranstaltungen der Katholischen Akademie durch Tonbandmitschnitte dokumentiert wurden, ist im Lauf der Jahre ein in dieser Art vielleicht einmaliges, tausende von Aufnahmestunden umfassendes Archiv mit O-Ton-Dokumenten entstanden, das nun zumindest in Auszügen dauerhaft gesichert wird.

Eine Datenbank dient der Erschließung des Gesamtbestandes.

 

Das DANOK-Projekt

 

Das DANOK-Projekt, das durch das Programm "INTERREG IIIA" der Europäischen Union kofinanziert wird, dient der digitalen Aufbereitung von Tondokumenten und deren Langzeitarchivierung. Besonderes Interesse gilt dabei Dokumenten der oberrheinischen Kulturgeschichte. Diese sollen erhalten werden und durch Nutzung des Internets weiteren Interessentenkreisen zugänglich gemacht werden.

Phasen des Projektes:

  • Digitalisierung der Archivgüter
  • Datenaufbereitung und Datensicherung auf Mikrofilm
  • Aufbau einer Internetdatenbank und einer `virtuelle Audiothek’
  • Gründung eines gemeinnützigen Trägervereins durch alle Mitglieder zu Weiterführung von Datenbank und Audiothek

Träger des Projekts ist die Universität Marc Bloch Straßburg – Institut für Phonetik und Abteilung für Dialekte des Elsass und der Mosel


Kofinanziert durch:

  • Europäische Union - INTERREG Programm IIIA

unterstützt durch:

  • Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
  • Stadt Freiburg
  • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Memoriav - Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz, Bern
  • Regio Basiliensis, im Auftrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Basel


Projektpartner:

Frankreich

Musica International, Strasbourg

 

Deutschland

  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. -
    Institut für Physikalische Messtechnik IPM, Freiburg
  • Archiv für Soziale Bewegungen, Freiburg
  • Erzbischöfliches Archiv, Freiburg
  • Deutsches Volksliedarchiv Freiburg

Schweiz 

  • Imaging & Media Lab der Universität Basel
  • Universität Zürich, Phonogrammarchiv
  • Schweizerisches Volksliedarchiv, Basel
  • Schweizer Radio DRS, Studio Basel

Ansprechpartnerin in der Katholischen Akademie:

Monika Rappenecker


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